Berlinale Filmsplitter
Acht Tage Berlinale gehen wieder zu Ende. Insgesamt 12 Filme konnte ich dieses Jahr auf der Berlinale sehen. einige davon liefen im Wettbewerb. Hier mal von allen eine kurze Zusammenfassung. Es waren einige Highlights dabei. Einige meiner Wunschfilme konnte ich leider nicht sehen, weil sie leider nicht in den Zeitplan gepasst haben.

Das Licht
Der neue Film von Tom Tykwer. Poetischer 3-Stunden-Film, über eine Familie, deren Mitglieder nur nebeneinander her leben, bis eine neue Haushälterin, geflüchtet aus Syrien, bei ihnen anfängt. Ziemlich vollgepackt, aber eine humorvolle Wundertüte. Mit sehr viel Regen.
A complete Unknown
Bob Dylan Biopic über die ersten Jahre von Bob Dylan. Mit einem hervorragenden Timothée Chalament in der Hauptrolle, der Dylan bemerkenswert gut porträtiert. Klassisch erzählt mit vielen Originalsongs, die von Chalament selbst gesungen und gespielt werden.
Mickey 17
Scifi-Satire vom koreanischen Oscar-Regisseur Bong Joon Ho. Mit einem starken Schauspieler-Ensemble, die sichtbar Spass am Dreh hatten. Robert Pattinson amüsiert als geklonert Mickey Barnes, um den es im Film geht. Das Highlight ist jedoch Mark Ruffalo als wahnsinniger Senator und Toni Collette als nicht weniger verrückte soßensüchtige (!!) Ehefrau. Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen US-Präsidenten sind rein zufällig.
Pa-gwa/ The old woman with the knife
Südkoreanisches blutiges Kampfspektakel um eine alternde Auftragskillerin. Tolle Kampfszenen mit Hyeyoung Lee in der Hauptrolle. Sie zählt zu den wichtigsten Stars des koreanischen Kinos.



Ich will alles
Sehenswerte Hildegard Knef Doku mit vielen original Interview-Ausschnitten und Erinnerungen ihrer Tochter Tinta Gardiner.
La tour de Glace – Wettbewerb
Der Film spielt in den 70igern. Eine jugendliche Ausreißerin findet Unterschlupf in einem Filmstudio. Dort beobachtet sie die Filmarbeiten zu „Die Schneekönigin“ und verfällt immer mehr der Hauptdarstellerin, gespielt von Marion Cotillard. Der Film ist ein Schlafmittel.






Islands – Wettbewerb
Film über einen Tennislehrer der etwas ziellos vor sich hin lebt. Ein Paar mit ihrem kleinen Sohn kommt ins Hotel und reißen ihn aus seiner Lethargie. Nach ein paar Tagen verschwindet der Mann und alles deutet auf ein Verbrechen hin. Der Film streut Hinweise und Verdachtsmomente. Am Ende ist aber nichts passiert, nur der Tennislehrer merkt, wie einsam er eigentlich ist. Nun ja.!
The Thing with Feathers
Eine Art Horrordrama mit Benedict Cumberbatch als trauernden Witwer und Vater von zwei Söhnen, der gegen einen inneren Dämon kämpft, der sich als seine Trauer manifestiert. Erst als er lernt die Trauer anzunehmen und seinen Verlust zu akzeptieren beginnt er wieder Frieden zu finden. Seltsamer Film, mit einer eher komisch anmutenden Krähenfigur. Aber Cumberbatch spielt den trauernden verzweifelten und überforderten Witwer ganz großartig und berührend.

If I Had Legs I’d Kick You – Wettbewerb
Drama um eine überforderte Mutter, deren Kind an einer mysteriösen Krankheit leidet. Das Leben der Hauptdarstellerin, gespielt von Rose Byrne bricht immer mehr auseinander. Eine atemberaubende Tour de Force, die den Zuschauer mitreißt und den Stress und die Überforderung der Mutter mitfühlen lässt. Dieser Film macht nervös und atemlos, verdient hat Rose Byrne für Ihre Leistung hier den Silbernen Bären gewonnen.





Blue Moon
Ethan Hawke spielt den Broadway Songschreiber Lorenz Hart, der am Premiere Abend des Musicals Oklahoma!, das von seinem ehemaligen Komponistenpartner Richard Rodgers ohne ihn auf die Bühne gebracht wurde, mit seinem Leben hadert. Ein Kammerspiel mit einem grandiosen Ethan Hawke. Ein Dialogfeuerwerk.
Dreams
Ein Liebesdrama über Abhängigkeit und soziale Ausgrenzung mit Jessica Chastain in der Hauptrolle.
Starporträts
Hier noch eine Auswahl der diesjährigen Starporträts die im Berlinalepalast aufgehängt und von den Stars signiert werden.










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